Das geschenkte Wunder


Puzzle. Ich liebte sie. Bereits mit 4 Jahren, konnte ich stundenlang nach dem nächsten, passenden, Puzzle-Teil für mein Bild suchen. Unermüdlich stöberte ich in der Spielschachtel herum, schaute mir jedes Puzzle immer ganz genau an. Ein breites Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit, immer wenn sich ein Puzzle perfekt in das andere fügte. Immer nur ein wenig sehen, ein wenig erkennen. Je mehr Puzzles sich zusammen taten, desto klarer konnte ich das Bild erkennen. Als dann auch das allerletzte Puzzle seinen Platz fand und das Bild fertig war, jubelte ich. Geschafft! Nun konnte ich es bestaunen und mich daran erfreuen.

 

Ein altes Bauernhaus, geschmückt mit Hängegeranien, umgeben von majestätischen Bergen. Auf den üppigen Wiesen grasten Lämmer und Schafe. Vom Himmel lachte mich die Sonne freundlich an. Ein Adler schwang sich empor und ließ sich vom Wind tragen. Kinder haben die Fähigkeit, diese "kleinen", für uns Erwachsene unscheinbaren, Schönheiten der Schöpfung zu bestaunen und dabei immer etwas Neues zu entdecken.

 

Ich wurde älter, doch die Puzzle suche blieb. Nur zum Unterschied, dass ich echte LEBENS-ERFAHRUNGS-Puzzles suchte und sammelte. Da waren: das Schulabschluss-Puzzle, das Berufs-Puzzle, dass eigene Auto-Puzzle, das Urlaubs-Puzzle, das Freundschaftspuzzle... und immer die Hoffnung, dass nächste Puzzle würde mich noch glücklicher und zufriedener stellen. Ich war fest davon überzeugt, eines Tages, das eine, letzte, wundervolle Lebens-Puzzle zu finden, welches mich für den Rest meines Lebens wunschlos glücklich machen würde.

 

Mit 19 lernte ich meinen Mann kennen. Nach nur 7 Tagen zogen wir zusammen. Ich wusste, das ist der Mann für die Ewigkeit. Wir heirateten fünf Jahre später, auch in der Kirche. Irgendwie wollte ich den Segen von oben. Mein Mann war ein wunderbares Puzzle, aber mir fehlte noch etwas. Kinder. So sagte ich: "Gott, segne uns bitte mit Kindern". Ich muss dazu sagen, das Gott für mich so eine Art "Notrufnummer" war. Ich betete nur, wenn ich etwas von ihm wollte. Tatsächlich bekamen wir, zwei Jahre später, unsere erste und drei Jahre darauf unsere zweite Tochter. Wir wurden wirklich reichlich beschenkt. Mein Glück schien perfekt, ich dachte, nun sei mein wunschlos-glücklich Bild, endlich fertig.

 

Ich wollte es bestaunen, mich daran erfreuen und einfach wunschlos glücklich sein.

Doch es kam anders.

 

Unsere ältere Tochter wurde krank. Wir dachten es sei nur ein harmloser Magen-Darm-Virus. Leider stellte sich heraus, dass es eine Salmonellen-Vergiftung war. Sie verlor sehr schnell viel Flüssigkeit und schwebte sogar in Lebensgefahr. Ich weiß noch, als ich voller Angst, Panik und Wut zu meiner Mutter sagte: "Wie kann Gott das nur zulassen?" Ich wollte mit Gott nichts mehr zu tun haben. Leider änderte ich meine Meinung auch nicht, als meine Tochter auf dem Weg der Besserung war und danach wieder völlig gesund wurde.

 

Ich vergaß einfach völlig auf Gott. Auch die ab und zu "Notrufnummer", löschte ich aus meinem Gedächtnis. Zunehmend legte sich eine Art Schleier über mich. Dunkelheit zog in mein Leben ein. Ich hatte keinen Frieden in meinem Herzen. Alles schien so mühsam, so schwer, so unendlich anstrengend. Als ich, nach der Kinderpause, wieder zu arbeiten begann, wurde es noch schlimmer. Ständig mit dem Blick auf die Uhr, die Zeit im Nacken, hetzte ich Tag ein Tag aus, meinen Verpflichtungen nach. Ich muss noch Dieses und Jenes erledigen, ich muss es noch Diesem und Jenem recht machen, ich muss es schaffen, ich muss es perfekt schaffen, ich muss, ich muss, ich muss... Das Gefühl diesem Zustand hilflos ausgeliefert zu sein, setzte mir zunehmend zu. Die Kinder und ich waren "dauerkrank". Schlaflose Nächte. Angst, wie geht es weiter? Ist das Alles? War es das?

 

Sah so, mein wunschlos-glücklich Bild aus?

 

Dann wurde mir klar, mein Mann und meine Kinder, waren wohl doch nicht dass eine, WAHRE, Puzzle für mein wunschlos-glücklich Bild. So fing ich erneut an zu suchen. Ich kaufte Bücher und Ratgeber über positives Denken, glücklich sein, erfolgreiches Leben. Ich beschäftigte mich, mit Esoterik, Joga, Meditation. Sogar in der Kirche war ich. Ich suchte wirklich überall. Ging jedem Hinweis von Freunden und Bekannten nach. Doch meine Suche schien erfolglos.

 

Unter Menschen sein wurde mir zunehmend ein Gräuel. Ich bekam Höhenangst, konnte bei vielen Ausflügen, die mein Mann mit den Kindern unternahm, nicht dabei sein. Sogar als ich alleine war und Zeit hatte, konnte ich nicht zur Ruhe kommen. In mir tobte ein Orkan. Wut auf das Leben. Wut auf mich selbst. Nachts fand ich keinen Schlaf und Morgens fragte ich mich, wie ich wohl den Tag überleben sollte? Ich klagte, weinte, schrie und kämpfte, bis mir eines Tages, die Kraft endgültig ausging. Eine Leere, eine Hoffnungslosigkeit machte sich in mir breit.


Genau zu diesem Zeitpunkt schenkte mir, die Lehrerin meiner Kinder, ein Buch. Mein erster Gedanke war: "Nein, nicht schon wieder ein leeres Versprechen". Danach kommt die Enttäuschung und mir geht es schlechter als vorher.

 

Trotz dieser Einstellung, las ich das Buch bis zur Hälfte. Dann wurde ich von einer derartigen Angst überwältigt, wie ich sie noch nie zuvor in meinem Leben erfahren hatte. Ich erkannte dass nicht meine Umstände schuld an meinem Zustand waren, sondern dass in mir etwas fehlte. In mir stimmte etwas nicht! Ich hatte Angst dass es für mich keinen Ausweg aus dieser Hoffnungslosigkeit gibt und ich für immer gefangen bleiben würde. Gefangen, in meiner Angst, Ohnmacht, Leere, in meinem Seelenschmerz.

 

Mir ging eine Frage, immer und immer wieder durch den Kopf. "Was ist der Sinn, deines Lebens"? Ich sah keinen, ich fand keinen! Mein Leben schien für mich, einfach keinen Sinn mehr zu ergeben.

 

Alles war so vergänglich, oberflächlich,

von kurzer Dauer.

Ich suchte etwas Echtes.

Etwas Wahres.

Etwas für ewig.

Ich fand es einfach nicht.

 

Dann fasste ich einen Entschluss. Ich wollte und konnte einfach nicht mehr. Es war genug. Weder mir noch meiner Familie tat ich, so wie ich war, gut. Als mein Mann am 4. Juli 2013 nach Hause kam und die Kinder im Bett waren, teilte ich ihm mit dass ich meinem Leben ein Ende setzten werde.

 

Ich brach zusammen, ich weinte hemmungslos, ganze 6 Stunden lang. Meine Welt stürzte ein. Schmerz! Ein tiefer, heftiger Schmerz durchdrang meine Seele. Es tat so weh, dass ich dachte auf der Stelle sterben zu müssen. Mein letztes Puzzle, ich fand es nicht. Alles war umsonst. Die ganze Suche, dann, keine Gefühle mehr, ich war wie betäubt, benommen. Mein Mann hielt mich fest in seinen Armen und brachte mich irgendwann auch ins Bett. Er hielt die ganze Nacht Wache.

 

Am nächsten Morgen wachte ich, wie in Trance auf, nahm das Buch, las es zu Ende. Das Gebet aus dem Buch, las ich laut vor und führte die entsprechende Handhaltung dazu aus. Ich weiß leider nicht mehr wie lange, denn nach wie vor fühlte ich mich wie betäubt.

Irgendwie "ferngesteuert".

 

Eines weiß ich jedoch ganz genau, ich werde diesen Moment nie vergessen. Als ich meine Augen wieder aufschlug, war ich ein

 

NEUER,

FREIER,

 ERLÖSTER MENSCH.

 

Ein tiefer Friede durchströmte mich. Eine Freude, wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte, erfüllte mich. Ich fühlte mich bedingungslos geliebt, umarmt, geborgen, willkommen und angenommen. Diese Liebe überflutete mich, sie erfüllte mich, überwältigte mich. Es war so NEU und so unbeschreiblich schön und herrlich.

 

Endlich FREI.

Endlich ANGEKOMMEN.

Endlich ZUHAUSE. 

 

Wo es zuvor Dunkel in mir war strahlte nun ein helles warmes Licht. Wo Hoffnungslosigkeit herrschte war nun HOFFNUNG. Wo die Trauer regierte war nun FREUDE. Wo Wut und Zorn tobten war nun LIEBE. Eine LIEBE wie ich sie bis dahin nicht kannte.

 

Ich fing an zu lächeln. Wo bin ich, was ist passiert? Mein Blick fiel auf eine Blume in unserem Garten, ich dachte wie wunderschön sie doch ist! Alles strahlte und war durchdrungen von Liebe und Leben. Die Sonne schien heller und schöner denn je. Die Farben waren satt und leuchtend. Das Zimmer war hell und es roch wunderbar nach frischer Wäsche. Im Graten hörte ich das Summen einer Biene und mir fiel auf wie lange ich es einfach nicht wahrnahm. Ein Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit. Ich konnte wieder lachen!!! Ich machte mich auf, meine Familie zu suchen und fand sie im Wohnzimmer.

 

Als ich eintrat, schauten mich alle ganz verängstigt an. Mein Mann fragte: "Wie geht es dir?" Meine Antwort war:

 

                             "Wie NEU GEBOREN!!!"

 

Ich umarmte meine Kinder und fühlte eine überwältigende Liebe zu ihnen. Meinem Mann sagte ich, wie sehr ich ihn liebe und wie dankbar ich bin, ihn als Mann an meiner Seite zu haben.

 

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht was mit mir passiert ist. Ich wusste aber genau dass es ein WUNDER war. Ich wusste auch, dass ich früher "schwer depressiv" und nun geheilt war, ohne bei einem Arzt gewesen zu sein. Nichts war mehr so wie früher. Ich war nicht mehr so wie früher. Als ich wieder herzlich lachte, fiel mir auf wie sehr ich mich danach gesehnt hatte. Auf Menschen zugehen war nun kein Problem mehr. Alle fragten mich: "Was ist mit dir passiert, du strahlst?" Ich empfahl das Buch weiter und hoffte, dass alle Menschen die selbe FREIHEIT und den gleichen FRIEDEN erhalten würden.

 

Ich rief eines Tages die Lehrerin meiner Kinder, mittlerweile sehr treue und liebe Freundin, an um mich für das Buch zu bedanken. Sie staunte nicht schlecht, als ich ihr erzählte was mir widerfahren war. Sie freute sich so sehr für mich. Sie sagte sie hatte gespürt, wie schlecht es mir ging, obwohl wir uns nur flüchtig kannten. Im Gespräch fragte sie mich, ob ich die Bibel lesen würde? Ich war perplex. Bibel? Ich dachte die Bibel würden nur Theologen lesen und verstehen. Sie meinte ich würde, in eigenen Worten, die Wahrheit aus der Bibel wiedergeben. Nun staunte ich nicht schlecht.

 

Ich wollte es wissen, kaufte mir eine Bibel und las. Wow!!! Alles was da stand, schien mir so vertraut. Ich verstand es auf Anhieb. Das tat so gut. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. 

 

"Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.

     

                                                  Johannes 3 : 16

 

Da traf es mich wie ein Blitz. Ich fing an zu weinen, aber nicht aus Kummer sondern vor Freude. Ich erkannte wer mich befreite, rettete, unendlich liebte. Es war kein geringerer, als

 

                                JESUS CHRISTUS

 

selbst. Ich erkannte, was Jesus am Kreuz für mich getan hat. Ich erkannte, wie wichtig ich ihm war und wie sehr er mich liebt. Mein Herz wurde von einer tiefen Dankbarkeit und Demut überflutet. Ich jubelte, dankte, tanzte und platzte beinahe vor Freude.

 

Seitdem folge ich Jesus nach. Ich erzähle Menschen von seiner Liebe, Güte, Sanftmut, Barmherzigkeit, von seinem Frieden und dieser unbeschreiblichen Freude in meinem Herzen. Ich fühle mich so unendlich gesegnet und bin voll Dankbarkeit.

 

Ich habe eine lebendige Beziehung zu meinem Gott und erlebe Jesus jeden Tag. Er ist mein Alles und ohne ihn bin ich ein Nichts. Ich muss nicht mehr aus eigener Kraft leben, denn Jesus gibt mir die Kraft, die ich brauche. Er ist die Quelle aus der ich schöpfe. Nur er hat die Worte des Ewigen Lebens. Wenn Gott für mich ist, wer kann gegen mich sein.

 

Ich habe ALLES falsch gemacht und doch war seine Gnade so groß. Ich wollte von Gott nichts mehr wissen und doch rettete er mich! Er war sich nicht zu schade, um für mich am Kreuz zu sterben und mir so die FREIHEIT und den FRIEDEN zu schenken. Ich staune jeden Tag aufs Neue, wie groß und unendlich seine LIEBE ist.

 

Das fehlende Puzzle, für mein wunschlos-glücklich-Bild, nach dem ich so viele Jahre verzweifelt gesucht habe ist

 

                               JESUS CHRISTUS.

 

Mein Mann und meine Kinder, haben ihr Leben auch Jesus übergeben und folgen ihm nach. Jesus heilte auch ihre Wunden der Vergangenheit. Jesus wohnt in unseren Herzen.

 

      Wir sind nun eine nicht perfekte,

   WUNSCHLOS-GLÜCKLICH-FAMILIE.

 

Wir lieben einander und wissen, dass nur die LIEBE ewigen Bestand hat.

            

Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.

Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.

Sie handelt nicht ungehörig,sucht nicht ihren Vorteil,

lässt sich nicht zum Zorn reizen,trägt das Böse nicht nach.

 

Sie freut sich nicht über das Unrecht,

sondern freut sich an der WAHRHEIT.

Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

 

Die Liebe hört niemals auf. 


LIEBE MACHT UNSERE FREUDE VOLLKOMMEN.

 

    Jesus sagt: "Bleibt in meiner Liebe".

                      Johannes 15 . Kapitel

 

          "Ihr seid das LICHT der Welt"

                       Matthäus 5 , 14

 

Danke JESUS für deine unendliche und bedingungslose LIEBE.

 

DANKE FÜR DEN WEG ZU DEINER LIEBE.

DANKE FÜR DIE WAHRHEIT ZUR LIEBE.

DANKE FÜR DAS LEBEN IN DEINER LIEBE.

 

Mein durchlebtes Leid befähigt mich

Menschen zu verstehen.

 

 

                    Dank Jesus bin ich frei

                           um zu lieben.  


 Der Herr ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche.

Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser.

Er gibt mir Kraft. Er zeigt mir den richtigen Weg um seines Namens willen.

Auch wenn ich durch das dunkle Tal des Todes gehe,

fürchte ich mich nicht, denn du bist an meiner Seite.

Dein Stecken und Stab schützen und trösten mich.

Du deckst mir einen Tisch vor den Augen meiner Feinde.

Du nimmst mich als Gast auf und salbst mein Haupt mit Öl.

Du überschüttest mich mit Segen.

Deine Güte und Gnade begleiten mich alle Tage meines Lebens,

und ich werde für immer im Hause des Herrn wohnen.

Psalm 23